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Persönliche Gedanken über Hoffnung, Glauben und das, was im Leben trägt.

Wer mich oder uns kennt – ob aus dem Alltag, der Nachbarschaft oder dem Beruf –, weiß, dass wir Dinge in der Regel hinterfragen und meist bodenständig angehen. Diese kleine Seite soll einen kleinen privaten Einblick ermöglichen und zugleich eine Pause vom oft so stressigen Alltag bieten.

Sie richtet sich an diejenigen unter uns, die sich manchmal dieselben Fragen stellen wie wir: Was gibt uns in schwierigen Zeiten echte Zuversicht? Was bleibt, wenn wir den Blick über den Tag hinausrichten?

Es liegt uns fern, jemanden zu überzeugen oder zu belehren. Wir teilen lediglich, was uns als Familie persönlich Orientierung, Halt und Hoffnung gibt.

Der Impuls

Kirche wird oft mit Traditionen, Geboten und Verboten in Verbindung gebracht. Doch Kirche ist menschengemacht. Wir glauben, dass man die Bibel als Leitfaden im Gesamtzusammenhang betrachten muss.

Sucht man dort den roten Faden, zeigt sich hinter allem ein liebender Gott. Auch ein Gott, der allmächtig und ehrfurchtgebietend ist – dem es aber nie um Bestrafung geht, sondern darum, uns trotz all unserer alltäglichen Fehler und Unzulänglichkeiten (die Bibel nennt es Sünde) einen Weg zu sich zu weisen.

„Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zugrunde gehen, sondern das ewige Leben haben.“
— Johannes 3, 16

Dieser Vers fasst das Neue Testament im Kern zusammen: Unsere eigenen Fehler trennen uns von Gott, und aus eigener Kraft können wir diese Lücke nicht schließen.

Gott hat deshalb selbst gehandelt: Weil er die Menschen so sehr liebte, ließ er stellvertretend für uns seinen Sohn Jesus Christus sterben. Er, der keine Schuld und keine Fehler hatte, starb an unserer Stelle – unglaublich, oder?

Wir müssen dieses Geschenk nur annehmen. Das gibt echte Hoffnung, die über dieses Leben hinausreicht.

Perspektive

Früher oder später stellt sich jedem von uns die Frage, was am Ende unseres Weges bleibt. In Carl Zuckmayers Drama „Der Hauptmann von Köpenick“ (1931) bringt es der Schuster Wilhelm Voigt auf den Punkt, wenn er nach der Beerdigung des kleinen Lieschen darüber nachdenkt, wie er einmal vor seinem Schöpfer stehen wird:

„Vorhin, uff’m Friedhof, da hab’ ick se jehört, die innere Stimme. Da hat se jesprochen, da hat se zu mir jesagt: Mensch, hat se jesagt, einmal kneift jeder ’n Arsch zu – du auch, hat se jesagt, un dann stehste vor Jott dem Vater, der allet jeweckt hat, un der fragt dir ins Jesichte: Schuster Willem Voigt, wat haste jemacht mit dein’ Leben, un dann muss ick sagen: Fußmatte... Fußmatte, muss ick sagen, die hab ick jeflochen im Gefängnis, un da sind se alle drauf rumjetrampelt – und Gott der Vater sacht zu mir: Jeh weg, sacht er, Ausweisung, sacht er, detwegen hab ick dir det Leben nich jeschenkt, det biste m’r schuldig, sacht er, wo isset? Wat haste ’mit jemacht? ... Un denn, Friedrich, denn isset wieder nischt mit de Aufenthaltserlaubnis... So knickrig will ich mal nicht vor meinem Schöpfer stehen. Ick wer’ noch wat machen... mit mein’ Leben.“ — Carl Zuckmayer, „Der Hauptmann von Köpenick“ (14. Szene, 1931)

Diese Frage – „Was hast du mit deinem Leben gemacht?“ – beschäftigt uns alle. Wir bauen uns Dinge auf, arbeiten, sorgen für die Familie. Und doch wissen wir tief im Inneren, dass kein Geld, keine Karriere und kein materieller Erfolg den Tod aufhalten können.

Die Perspektive, die uns der Glaube gibt, ist aber keine Angst vor einem strengen Richter, der uns abweist. Sie ist das Wissen darum, dass Gott uns nicht richten, sondern retten will. Wenn eines Tages die Lichter ausgehen, müssen wir nicht mit eigenen Vorzeigeleistungen glänzen oder peinlich berührt auf eigene Fehler blicken.

Wer an Jesus glaubt, darf wissen: Die Schuld ist vergeben, die Zukunft steht fest. Das nimmt die Angst vor der Ewigkeit und schenkt schon heute eine tiefe Gelassenheit für den Alltag.

Über uns

Wir sind keine Pfarrersfamilie und vertreten keine Institution. Wir sind einfach Menschen, die – wie viele andere auch – mal gerne, mal weniger gerne arbeiten gehen. Die gerne mal zügig auf der Autobahn unterwegs sind, unkonventionelle Musik mögen, hin und wieder gerne einen Bond-Film gucken und herzlich über die Geschichten von Mario Barth lachen können.

Wir kämpfen im Alltag mit genau denselben Herausforderungen und Fragen wie jeder andere auch – haben dabei aber eine Hoffnung gefunden, die uns fest trägt.

Wenn Sie Fragen haben, ins Gespräch kommen möchten oder einfach einen Gedankenaustausch suchen, schreiben Sie uns gerne: